Über die Freudenstädter - Marktplatz -
Geschichten ...
Änderungen - Kommentare
Einige Bemerkungen zur Entwicklung dieser Homepage:
Stand: 13. 07. 2026
Begonnen habe ich im Dezember 2024 mit der Schachfeld-Geschichte.
Anlass dafür war ein Zeitungsartikel in der
Südwest-Presse über "10 Jahre Schachfeld-Betreuung", der zu missverständlichen
Reaktionen geführt hat. Da sah ich mich gezwungen durch meinen Beitrag
einige Sachverhalte klarzustellen. Schnell
wurde mir bewusst, dass damit allein keine "homepage" gestaltet
werden kann. Zur gleichen Zeit beschäftigte ich mich auch mit exotischen Bäumen im näheren Umfeld von
Freudenstadt. Deshalb folgten als nächstes die Geschichten und Bilder zum
Mammutbaum auf dem Unteren Marktplatz .
Im Zusammenhang mit dieser Arbeit stieß
ich beim Studium der Geschichte des Marktplatzes immer wieder auf
den Stadtgründer
Herzog Friedrich I. von Württemberg. Die mir zugänglichen
Quellen offenbarten bald deutliche Widersprüche bei der Bewertung seiner
Person. Vor allem die älteren historischen Darstellungen weichen deutlich
von dem Bild des Herzog ab, das uns von
Gerhard Hertel
über viele Jahre vermittelt worden war. Vor allem seine These, Freudenstadt
sei aus der Absicht heraus gegründet worden, eine "neue
Residenzstadt" zu schaffen, konnte ich durch das Quellenstudium nicht
bestätigt sehen.
Dazu wurden in neueren Darstellungen wie z.B.
von Ruth Blank (2006), -
Klaus Graf
(2013), -
Uwe Meyerdirks (2011),
- Regine Maritz (2015),
- Jonas Daniel Veit (2017),
- Friedemann Scheck (2020)
und jüngst
Wolfgang Mährle (2025)
- ein ganz anderes Bild des Herzogs deutlich, das
bisher weitgehend verschwiegen oder vernachlässigt wurde.
Also
habe ich mich entschlossen, dieses "alternative Bild" des Herzogs
aufzugreifen und zu versuchen, dessen "Plausibilität" darzustellen.
Das Aufdecken neuer Inhalte und eine neu
getroffene Bewertung kann uns enttäuschen oder
verärgern, vor allem, wenn dabei liebgewonnene Vorstellungen fragwürdig
werden.
Bei allen Gegensätzen und offenen Fragen, die zur
Freudenstadts Stadtgründung
und der Bewertung des Herzogs offenbar werden,
sollten wir folgendes nicht aus den Augen verlieren: Wir sollten eine neue
Sichtweise nicht deshalb verwerfen, weil sie
"Bisheriges"
in Frage stellt, sondern uns mit ihr auseinandersetzen und prüfen,
wie viel "neue Substanz" sie beinhaltet. Wir können sicher sein, dass sich
"mit der Zeit" auch die neue
Betrachtungsweise und die daraus folgende Bewertungen wieder
verändern werden! Denn
Geschichtsbetrachtungen können keine 100-prozentige
"Wahrheiten"
vermitteln,
sie bleiben immer nur Annäherungen an die "tatsächlichen Wirklichkeiten".
Wo keine Belege zu finden sind, bewegen wir uns immer auf dem
Pfad
der Vermutungen und Thesen.
Da meine Kenntnisse zur
Programmierung im Internet "rudimentär" sind und meine Beschäftigung damit
auch weit zurückliegt, hat es bis heute gedauert, dem Ganzen ein annehmbares
Aussehen zu verleihen. Von
Anfang an waren mir die Inhalte aller Beiträge und Abschnitte wichtiger als
deren optische Darstellung. An dieser arbeite ich bis heute.
Auch kamen immer wieder inhaltliche Korrekturen
hinzu. Deshalb hat sich bis das optische Bild der Homepage ständig
verändert.
Dies wird auch in nächster Zukunft immer dann der Fall sein, wenn ich auf neue Inhalte und/oder Details stoße.
Die Marktplatzgeschichten wurden und werden
weiterhin bewusst als eine Art "digitales Lesebuch" gestaltet und gegliedert.
Sie erzählen
"Geschichten" ohne den Anspruch, die
"einzig wahre
Geschichte" vermitteln zu wollen. Aber sie sollen zu einem freien
und alternativen Denken anregen. So erhielten die "Marktplatz-Geschichten"
ihre heutige Form, an der ich seit Februar 2025 arbeite. Ein
vorläufiges Ende der Seitengestaltung wurde am 13.07.2026 erreicht.
In diesem Sinne grüße ich alle meine Leser und wünsche ihnen eine
anregende Beschäftigung mit den Freudenstädter-Marktplatz-Geschichten.
1a: Ruth Blank: Margaretha Matthiä, Usula Dorothea
Linder, Sabine Scheying-drei KupplerinneninDiensten Herzog Friedrichs v.
Württemberg - in: Südwestdeutsche Blätter für Familien- und Wappenkunde Band
29 · 2011, Seite 63
1b: Ruth Blank: Magdalena Möringer - Eine Gefangene auf der
Festung Hohenurach. In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte.
Herausgegeben von der Kommission für geschichtliche Landeskunde in
Baden-Württemberg und dem Württembergischen Geschichts- und Altertumsverein.
65. Jahrgang (2006), Seite 49 ff.
2: Freudenstädter Beiträge zur geschichtlichen Landeskunde
zwischen Neckar, Murg und Kinzig: Herzog Friedrichs Freudenstadt im ersten
Jahrhundert seiner Geschichte, Nr. 6/1987 - aus: "Freudenstädter
Heimatblätter" 1949-1994, Ergänzte 2. Auflage 1997 Hrsgb.: Heimat- und
Museumsverein für Stadt und Kreis Freudenstadt
5: Wolfgang Mährle:
Kühler Machtpolitiker oder
politischer Fantast? Die Territorialpolitik Herzog Friedrichs I. von
Württemberg am Oberrhein, in "Über die Grenzen - Verbindungen zwischen
dem Elsass und Württemberg im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit", Hrsgb: Peter Rückert, Erwin Frauenknecht und Miriam Régerat-Kobitzsch, Jan
Thorbecke Verlag, 2025
6: R. Maritz:The Duke’s
Favourites: Towards a Gendered View of the Politics of Concubinage at the Early
Modern Court), 2015, ist hier zu finden:
7: Uwe Meyerdirks:
Bergbau und Stadtentwicklung im
Nordschwarzwald, S. 59,
in: Rohstoffgewinnung und Stadtentwicklung - Siedlungsforschung
- Archäologie – Geschichte – Geographie 30, 2013, Herausgegeben von Martin
Pries und Winfried Schenk für den Arbeitskreis für historische
Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa ARKUM e.V. Mit Beiträgen der Jahrestagung 2011 in
Lüneburg
8: Paul Sauer: Herzog Friedrich I. von Würtemberg, 1557 -
1608, Reformer und Autokrat, Deutsche Verlagsanstalt, München, 2003
9: Friedemann Scheck: Interessen und Konflikte –
Eine Untersuchung zur politischen Praxis im
frühneuzeitlichen Württemberg am Beispiel von Herzog Friedrichs Weberwerk
(1598–1608), Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde, Band 81,
Herausgegeben in Verbindung mit dem Institut für Geschichtliche Landeskunde
und Historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen, Herausgegeben
von Jürgen Dendorfer, Sigrid Hirbodian, Sabine Holtz, Ulrich Köpf, Bernhard
Mann, Anton Schindling, Wilfried Schöntag, Ellen Widder, Jan Thorbecke
Verlag Ostfildern 2020
10: Jonas
Daniel Veit: Repräsentation und Konsens der württembergischen
Landschaft. 2017 - Normative Aspekte der verfahrensmäßigen Verwirklichung von
Landesherrschaft im 16. Jahrhundert