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Zeittafel Entscheidungen und Ereignisse |
| Der Siedlungsraum um Freudenstadt | Siehe dazu die Beiträge: | |
| Kniebis | ||
| 1200 | Nach 1200 wird auf dem Kniebis eine Kapelle gebaut und eingeweiht. | |
| 1221 | Gründung eines Chorherrenstifts durch die auf dem Kniebis befindlichen Geistlichen. Ein Chorherrenstift ist eine von Priestern (Kanonikern oder Chorherren), die gemeinsam an einer Kirche leben und beten Sie sind keine Mönche im klassischen Sinn, sondern verbinden das gemeinsame Leben nach bestimmten Regeln mit Aufgaben in der Seelsorge oder im Gottesdienst. | |
| 1277 | Franziskaner erhalten die Kirche auf dem Kniebis als Schenkung vom Grafen Heinrich von Fürstenberg. | |
| 1287 | Das Franziskanerkloster Kniebis wird vollendet und eingeweiht. | |
| 1341 | Probst und Konvent auf dem Kniebis treten in den Benediktinerorden ein und unterwerfen sich dem Kloster Alpirsbach, das schon 1095 gegründet wurde. | |
| 1463 | Das Kloster Kniebis brennt ab, wird aber wieder aufgebaut. Graf Eberhard stellt Bettelbrief für den Wiederaufbau aus. | |
| 1513 | Erneute Brände auf dem Kniebis, fast alle Gebäude werden zerstört. | |
| 1534 | Die Reformation wird eingeführt, das Kloster Kniebis geht 1535 ein. | |
| 1706 | Plünderungen auf dem Kniebis. Folge des Spanischen Erbfolgekriegs (1701 -1714). Deutsche Fürstentümer in unterschiedlichen, gegensätzlichen Allianzen. | |
| 1799 | Kirche auf dem Kniebis wird durch Franzosen verbrannt. Zweiter Koalitionskrieg (1799–1802), in dem eine Allianz aus Österreich, Russland und Großbritannien gegen das revolutionäre Frankreich kämpfte. | |
| 1832 | ... bis 1835, Straße auf den Kniebis wird gebaut. | |
| 1866 | Kirche und Schulhaus werden gebaut. | |
| 1915 | Das Hotel "Alexanderschanze" wird errichtet und 2015 endgültig geschlossen. | |
| Christophstal und Friedrichstal | ||
| 1477 | Nahe beim Ursprung der Lauter besteht eine Glashütte, später wird daraus der Schöllkopfhof. | |
| 1536 | Die Grube St. Dorothea wird in einem Bergreskript des Grafen Ulrich erwähnt. | |
| 1542 | Herzog Ulrich eröffnet eine neue Silbergrube im Forbachtal. | |
| 1564 | Im Christophstollen im Forbachtal wird abgebaut. | |
| 1565 | Der letzte Privatbesitzer des Schöllkopfhofes verkauft diesen an die Landesherrschaft. | |
| 1600 | Ab jetzt besteht im Christophstal eine Münzstätte. | 1_1 - 1_3 |
| 1660 | Erster Eisenhammer für Stabeisen im Christophstal. | |
| 1676 | Wirtshaus zum Herzog Christoph im Christophstal brennt ab, wird wieder aufgebaut. | |
| 1690 | Messingfabrikation wird eingestellt. | 1_1 - 1_3 |
| 1747 | Schöllkopfhof durch die Franzosen im Rahmen des Österreichischen Erbfolgekriegs (1740 -1748) zerstört. - Europäischer Konflikt um das Erbe des Hauses Habsburg. | |
| 1761 | Neues Hammerwerk - Königshammer - in Friedrichstal. | |
| 1770 | Bergbau wird eingestellt. | 1_1 - 1_3 |
| 1799 | Hammergebäude abgebaut, der Staat betreibt die Werke nun in eigener Verantwortung. | |
| 1805 | Friedrichshammer gebaut, Schmelzstahl erfunden, Gewehrfabrik, die 1811 nach Oberndorf übersiedelt. | |
| 1808 | Neue Hüttenverwaltung, Friedrichtäler sind aber weiterhin Bürger von Freudenstadt. | |
| 1862 | Große Überschwemmung im Forbachtal - ein Toter. | |
| Die Stadt Freudenstadt: | ||
| 1599 | 22. 03. Baumeister Schickhardt steckt das Gelände zum Bau der Stadt ab. | 1_1 -1_3 |
| 1602 | 80 Häuser sind gebaut, Freudenstadt wird "Amtsstadt". Am 02. Mai erfolgt die Grundsteinlegung für die Stadtkirche und gleichzeitig die Namensvergabe "Freudenstadt". | 1_1 - 1_3 |
| 1603 | Anna Schumacher wird als Hexe verbrannt. | 1_1 - 1_3 |
| 1604 | ... bis 1608, Bau der Stadtkirche. | |
| 1608 | Herzog Friedrich I. stirbt. Stadtkirche wird fertiggestellt und kostet 22 000 Gulden. | 1_1 - 1_3 |
| 1610 | Pest fordert zahlreiche Opfer. | 2_3 |
| 1618 | Die Stadt wird am 17. 08. durch einen Landtagsbeschluss dem Land einverleibt. Vorher: Die Stadt des Herzogs Friedrichs I. | |
| 1632 | 24. 04. Im Wirtshaus zum "Güldenen Barben" entsteht ein Feuer, dem 141 Gebäude und die Winkelhakenbauten am Markt, Rathaus und Roseneck zum Opfer fallen. Die Wirtin wird als "Hexe" verdächtigt, kommt aber davon. | 2_3 |
| 1635 | Erneute Pest, 434 Einwohner sterben. Danach nur noch 260 Einwohner. | 2_3 |
| 1639 | Französische Truppen plündern die Stadt. 30-jähriger Krieg (1618 -1648). Stadtpfarrer Stöffler verhindert Schlimmeres, als Dank ab sofort "Freie Bewirtung aller Kapuziner". | |
| 1652 | Als Folge des 30-jährigen Krieges schwindet die Bevölkerungszahl, die Stadt hat nur noch 72 Einwohner. | 1_1 - 1_3 |
| 1661 | Beginn des Baus von Festungsanlagen (bis 1674). Nachdem 100 000 Gulden verbaut waren, wird der Bau wieder eingestellt. | |
| 1668 | Bau der Stadttore begonnen, Stuttgarter Tor: 1668, Loßburger Tor: 1670, Murgtaltor: 1671, Baiersbronner Tor: 1677. - Die Tore werden 1861 -1871 wieder abgebrochen. | 1_2 |
| 1668 | 68-70: Wiederaufbau des Rathauses, das 1632 abgebrannt war. | |
| 1670 | Freudenstadt wird kleine "Garnison" bis 1750. Die "Kaserne" hinter dem Rathaus brennt 1884 ab (Kasernenplatz) und wird nicht wieder aufgebaut. | 7_3 |
| 1674 | Eberhard III. stellt der Stadt 1000 Gulden zur Ausbesserung der Kirche und des Pfarrhauses zur Verfügung. Davon wird die Verpflichtung des Staates zum Unterhalt der Kirche abgeleitet. | 6_4 |
| 1678 | Freudenstadt wird durch Franzosen geplündert. Französisch-Holländischer Krieg (1672-1678) - Französische Truppen unter Marschall Créquy kämpften am Hochrhein in der Endphase des Holländischen Krieges gegen kaiserliche Verbände. | |
| 1688 |
Zweiter Holländischer Feldzug - Die Stadt erleidet Plünderung durch Franzosen und 3 Bürger werden als Geiseln fortgeschleppt. Bewaffnete Bauern überfallen die Franzosen und befreien die Geiseln auf dem Kniebis. |
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| 1704 | Stadt und Kniebis werden besetzt - Folge des Spanischen Erbfolgekriegs (1701 -1714). Deutsche Fürstentümer in unterschiedlichen, gegensätzlichen Allianzen. | |
| 1726 | Ausbesserung der Stadtkirche. | |
| 1749 | Teile des Marktplatzes werden den Bürgern zur Gartennutzung überlassen. | |
| 1763 | Wachthausbrunnen (= Neptunbrunnen) wird gebaut. | 1_4 |
| 1766 | Bau des Backhausbrunnens (=Themisbrunnen = Justitiabrunnen). Das zugehörige "Backhaus" wird nach 1918 abgebrochen. | 1_4 |
| 1780 | Der Rathausbrunnen entsteht, ebenso der "Färberbrunnen" am Roseneck. | 1_4 |
| 1795 | .. und 1805 - wiederholte Besetzung durch Franzosen. Im Jahr 1795/96 befand sich Deutschland mitten im Ersten Koalitionskrieg (1792–1797), in dem eine Allianz europäischer Mächte (allen voran Österreich) gegen die Truppen des revolutionären Frankreichs kämpfte. | |
| 1796 | Württemberger verlieren ein Gefecht auf dem Kniebis, anschließend kommt es zu Plünderungen in Freudenstadt. | |
| 1800 | August - Die Franzosen beziehen Standquartiere in Freudenstadt, Dornstetten und in der Umgegend. | |
| 1805 | Ende des Herzogtum Württemberg -
Napoleonische Neuordnung kommt. - 27. September: 800 Franzosen marschieren durchs Loßburger Tor in Freudenstadt ein, während die Österreicher durchs Stuttgarter Tor hinausmarschieren. Am 1. Januar 1806 steigt Württemberg zum Königreich auf und Freudenstadt wird "königliche" Stadt. |
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| 1807 | Das Oberamt Freudenstadt entsteht und verleibt sich die Ämter Dornstetten und Klosterreichenbach ein. | |
| 1822 | 28. November. Erdbeben mit der Stärke 4,6 verursacht mehr Schäden als das stärkere Beben von 1911, weil das Epizentrum direkt unter Freudenstadt lag. | |
| 1829 | Freudenstadt kauft dem Staat das Marktplatzareal für 3660 Gulden ab und verkauft es in Teilstücken wieder an die Bürger, die Gemüse anlegen und Schuppen bauen. | |
| 1832 | ... bis 1835, Straße auf den Kniebis wird gebaut. | |
| 1833 | Freudenstadt erhält vom Staat 7094 Morgen Wald als Eigentum. Dadurch wurden alte Nutzungsrechte der Bürger abgelöst. | |
| 1846 | Ein nasser und kalter Sommer, Stürme und Kartoffelfäule verursachen eine katastrophale Missernte und eine große Hungersnot. | |
| 1848 | und 1849: Die Revolution lässt Bürgerwehr und Volksvereine entstehen. | |
| 1850 | Acht neue öffentliche Brunnen werden eingerichtet, die meisten davon 1925 - 1930 wieder entfernt. | 1_4 |
| 1859 | Bau einer Kath. Kirche, die 1930 abgebrochen wird. Dafür entsteht die heutige Taborkirche. (1931 eingeweiht) | |
| 1864 | ... bis 1865, Bau der Turnhalle (David Fahrner Halle), 1899 weiter ausgebaut, 1928 kommt die Bühne dazu. | 7_6 |
| 1866 | Der königliche Mammutbaum kommt nach Freudenstadt auf den Marktplatz. | 8_1 |
| 1875 | Das Kameralamt (= Finanz- und Besitzverwaltung) wird von Dornstetten nach Freudenstadt verlegt. | |
| 1877 | ... bis 1878 - Hauswasserleitungen werden eingerichtet. | |
| 1879 | Oberer Marktplatz wird gesäubert und frei gemacht. | 7_1 - 7_2 |
| 1879 | 1. September: Eröffnung der Eisenbahnlinie Stuttgart - Freudenstadt. | 7_1 - 7_2 |
| 1881 | Erste Kurgäste treffen ein. - Rings um den Marktplatz wird ein Gehweg (der erste in Freudenstadt) angelegt. | 7_1 - 7_2 |
| 1886 | 3. November: Die Kinzigtalbahn von Freudenstadt nach Hausach wird eröffnet. | |
| 1892 | Eine Frauenarbeitsschule wird gegründet. Siehe "Helene Frey" bei den "Straßennamen. | 7_3 |
| 1893 | Großfeuer im Kaufhaus Stock - es wird wieder aufgebaut. | |
| 1895 | 7. April - Erneutes Großfeuer, dem sieben Gebäude in der Badstaße zum Opfer fallen. | |
| 1898 | Beschreibung und Plan von Freudenstadt nach dem "Führer durch den Schwarzwald" von LEO WOERL. Herausgegeben 1923 | |
| 1899 | 300-jähriges Stadtjubiläum. Der Friedrichsturm auf dem Kienberg wird eingeweiht. | 7_1 - 7_2 |
| 1901 | 21. November: Eröffnung der Murgtalbahn, Freudenstadt - Klosterreichenbach, Zahnradstrecke bis Friedrichstal. Es dauerte bis 1928, ehe sie mit dem letzten Teilstück zwischen Raumünzach und Klosterreichenbach fertiggestellt werden konnte. Das untere Murgtal war schon 1869/1869 erschlossen worden. Der Stadtbahnhof wird gebaut und 1938/39 vergrößert. | |
| 1902 | Ein Sturm verursacht schwere Waldschäden auf dem Finkenberg. | |
| 1903 | Die methodistische Friedenskirche wird gebaut. | |
| 1906 | Neues Hauptbahnhofgebäude entsteht, vorher war es ein "Bretterhaus". | |
| 1911 | 16. November, abends: Starkes Erdbeben. Das Albstadt-Erdbeben war mit einer Stärke von 6,1 eines der stärksten historisch registrierten Erdbeben in Deutschland. Das Epizentrum lag im Bereich der Schwäbischen Alb bei Albstadt-Ebingen. In Süddeutschland wurden 6.250 Gebäude beschädigt, Freudenstadt kam mit dem Schrecken ohne große Schäden davon. | |
| 1911 | und 1912 - Auf dem Oberen Marktplatz verschwinden die Gärten und dafür entstehen Anlagen für den Kurbetrieb. | 7_1 - 7_2 |
| 1913 | Auch am Roseneck verschwinden die Gärten zugunsten von Anlagen. | 7_1 - 7_2 |
| 1918 | Nach dem 1. Weltkrieg gibt Freudenstadt "Notgeld", z.B. Notmünzen aus Eisen heraus. | |
| 1928 | 13. Juli: Murgtalbahnstrecke Klosterreichenbach - Rauhmünzach wird eingeweiht. | |
| 1928 | ...1929: Die neuapostolische Kirche wird gebaut. | |
| 1930 | Der langjährige Stadtschultheiß und Bürgermeister Alfred Hartranft (1847–1930) stirbt im November diesen Jahres. Er hatte die Stadt in über 40 Dienstjahren von einem kleinen Ort zu einem weltberühmten Kurort ausgebaut. | 7_1 - 7_2 |
| 1933 | Im März 1933 werden in Freudenstadt gezielt politische Gegner des neuen Regimes, vor allem Sozialdemokraten und Gewerkschafter, verhaftet. Ein Arbeitsdienstlager wird eingerichtet. Heute stehen dort Sportstätten. | 7_3 |
| 1934 | In Zwieselberg entsteht eine katholische Kapelle. | |
| 1935 | Auf dem Marktplatz verschwinden die Tennisplätze. | |
| 1937 | ... bis 1939: In der Ludwig-Jahn-Straße entsteht die Kreisberufsschule mit Fachschulwerkstätten | 7_7 |
| 1939 | Wandel vom Luxus-Kurort zum Lazarettbezirk. Von der Gesamtkapazität der 71 Hotels und Pensionen, das waren 2132 Betten werden 2000 Betten für Wehrmachtslazarette beschlagnahmt. Aufgrund der Nähe zum strategischen Westwall verweigerten die Nazis der Stadt den Schutzstatus "Lazarettstadt". Im November quartiert sich der Stab der 7. Armee der Wehrmacht mit 500 Mann in Freudenstadt (meist in Privatquartiere) ein. Zum Schutz des Stabes bezieht eine Flugabwehr-Maschinengewehr-Kompanie Stellung. | |
| 1945 | Am 16. u. 17. April kommt es zu der totalen Zerstörung der Innenstadt. | 7_6 |
| 1948 | Das "Wunder" des Wiederaufbaus beginnt und erreicht 1954 einen ersten Abschluss. | 7_6 |