Die "Venus" von Freudenstadt als Wahrzeichen eines Neubeginns

Relief_klein

Die Freudenstädter Wiederaufbau-Gedenksäule mit der "Hypothekenvenus" von David Fahrner

 


WiederaufbauTafelAm 27. Juni 1954 wurde im Rahmen der zweiten festlichen Wiederaufbauwoche das Denkmal der Wiederaufbausäule mit der Venus eingeweiht. Dabei waren unter anderem der Vizekanzler der Bundesrepublik, Franz Blücher (1896 - 1959) - bis 1957 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, - und der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Gebhard Müller (1900 - 1990) und natürlich die örtliche Prominenz. Anlass war die vorläufige Vollendung des Wiederaufbaus von Freudenstadt, nachdem Kurhaus, Stadthaus und Rathaus neu errichtet worden waren.

 

Das "Wunder von Freudenstadt", wie der Wiederaufbau treffend benannt wurde (allerdings weiß niemand mehr, wer den Begriff geprägt hatte), fand seinen ersten Abschluss.

Wenn man die Ausgangslage betrachtet, in der sich Freudenstadt nach den katastrophalen Ereignissen vom 16./17. April 1945 befand, als nach der Beschießung der Stadt ein Feuersturm große Teile der Innenstadt vernichtet hatte, darf man mit Fug und Recht behaupten, dass es einem "Wunder" gleich kommt, was in den wenigen Jahren seit Baubeginn geleistet wurde.

 

Die Ausgangslage:

42 Prozent aller Wohnungen waren zerstört und zusätzlich zahlreiche Gebäude durch Bombentreffer schwer beschädigt worden. 600 Gebäude waren abgebrannt und ca. 4000 Personen (=1400 Familien) hatten ihr Dach über dem Kopf verloren und waren bei Verwandten, Freunden und Nachbarn aufgenommen worden. Die Hotels "Palmenwald" und "Stokinger" dienten als Heime für Obdachlose, trotzdem mussten noch ca. 300 Personen außerhalb von Freudenstadt ihren Unterschlupf suchen und finden. Viele lebten in Trümmern unter "Notdächern". Unvorstellbare Mengen an Schutt bedeckten den Marktplatz und mussten beseitigt werden, was zum Teil nur unter Zwangsverpflichtung geleistet werden konnte. Davon waren ehemalige NSDAP-Mitglieder betroffen aber auch ganze Schulklassen, Behörden und Hausfrauen. Das aus der Stadt geschaffene Material musste dann nach Wiederverwertbarem sortiert und gereinigt werden. Es wurde dann später für die Herstellung von Beton für die Häuserfundamente verwendet. So wurden von 60 000 Kubikmeter Trümmerschutt bis 1948 etwa 15 000 Kubikmeter als Baumaterial zurückgewonnen. (3)

Das Ringen um die Gestaltung:

Natürlich gab es gleich nach Kriegsende erste Planungen für einen Wiederaufbau, denn diejenigen, die Ihre Wohnstätte verloren hatten, wollten möglichst schnell wieder so wohnen wie früher. Fraglich war aber auch der trauf- oder giebelständige Wiederaufbau am Marktplatz. Die „Abgebrannten“ forderten einen Wiederaufbau ihrer Häuser auf den alten Parzellengrenzen. Andererseits waren der zunehmende Verkehr und eine moderne Stadtplanung zu berücksichtigen. Es gab auch neue Überlegungen für eine Umgestaltung von Marktplatz und Innenstadt im Verbund eines Neuaufbaus. Im Gemeinderat wurde jahrelang mit Beschlüssen und Gegenbeschlüssen darum gerungen, wie der Marktplatz und die angrenzenden Häuserreihen gestaltet werden sollten. Die Landesregierung in Tübingen und die französische Militärverwaltung  wollten gleichzeitig auch das "Verkehrsproblem" lösen und den Hauptverkehr um den Stadtkern herumleiten. Die Bevölkerung störte das damals geringe Verkehrsaufkommen jedoch nicht und sprach sich dagegen aus.

 

ReliefZwischen 1945 und 1949 entstanden auf diesem Hintergrund vierzig verschiedene Wiederaufbaupläne. Geld- und Materialmangel und die langen Auseinandersetzungen verzögerten den Beginn des Wiederaufbaus um Jahre. Es wurden Modelle einheimischer Architekten sowie renommierter Stadtplaner jener Zeit begutachtet. Es galt, eine ausgewogene Mischung zwischen Tradition und Moderne zu finden. Der Wohnraum sollte beim Wiederaufbau den veränderten Lebensgewohnheiten angepasst werden. Bereits 1945 waren dazu eine Vielzahl unterschiedlicher Pläne von Paul Heim, Hermann Gabler, Adolf Abel, Paul Schmitthenner und anderen vorgelegt worden.

 

Die Bürger von Freudenstadt sahen ihren Marktplatz weiterhin als Stadtmittelpunkt, Einkaufzentrum und Verkehrsknotenpunkt. In manchen Konzepten war nämlich die Verkleinerung des als übergroß empfundenen Marktplatzes vorgesehen. Aber dieser Plan von 1946 des Städtebau-Professors Adolf Abel konnte sich nicht durchsetzen. Er wollte den oberen Marktplatz überbauen und ihn damit halbieren. Statt dessen  wurde Paul Schmitthenner (1884 -1972), ein berühmter Hochschullehrer und Architekt der "Stuttgarter Schule" eingeschaltet, der zusammen mit Ludwig Schweizer dem Marktplatz seine heutige Gestalt verlieh. Ludwig Schweizer (1910 - 1989), Architekt und Vertreter der Formensprache der Stuttgarter Schule und Schüler von Schmitthenner, wurde zum Stadtbaumeister ernannt. Er orientierte sich bei seinen Plänen an der ursprünglichen Renaissance-Struktur und verband sie mit einer zeitgemäßen Interpretation in Anlehnung an die Vorgaben des herzoglichen Baumeisters Schickhardt von 1603. Siehe dazu den Beitrag: Stadt im Quadrat 1_3.
Zusammen mit der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Hermann Saam entstand ein detailliertes und einheitlich durchgeplantes Konzept zum Wiederaufbau, das innerhalb von nur fünf Jahren (1949 -1954) abermals als Planstadt vollzogen wurde.
 
Der Wiederaufbau

Erste Schritte wurden 1947 mit dem Wiederaufbau der einzigartigen Stadtkirche eingeleitet. Auch sie war bei der Zerstörung Freudenstadts ein Raub der Flammen geworden. Zum ersten Advent 1950 wurde der Winkelhakenbau wieder eingeweiht.  -  Aber erst durch die Währungsreform im Juni 1948 konnte der Wiederaufbau allmählich an Fahrt gewinnen. In der Baugenossenschaft des Evangelischen Hilfswerks in Stuttgart, SaamSchweizerMarktplatz(Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft des Hilfswerks der evangelischen Kirchen in Deutschland mbH = GSG), wurde ein engagierter Bauträger gefunden, der ein ganz spezielles Finanzierungsmodell ausgearbeitet hatte: Als Sicherung genügte bei den völlig mittellosen ausgebrannten Bürgern allein der Besitz des Grundstückes, zusätzlich gab es Kredite der Freudenstädter Selbsthilfeaktion. Die Bewohner waren danach jahrelang "Mieter" bei der GSG, bis die Kredite abbezahlt waren. (1), (3)

Die einheitliche Gestaltung beim Wiederaufbau der Häuser und der Gestaltung des Marktplatzes wird heute viel gelobt und dient als Touristenmagnet. So ganz selbstverständlich war die Einheitlichkeit aber nicht zu erreichen. Alle Beteiligten mussten dabei Kompromisse eingehen. Heute aber zeigen nun alle öffentliche Gebäude dieselbe Handschrift, gleiches gilt für die Häuserreihen um den Marktplatz. Im Mai 1954 wurde dem Rathausturm Kugel und Spitze aufgesetzt und damit der Stadt eine unverwechselbare Silhouette verliehen. Krönender Abschluss war die Errichtung des Freudenstädter Kurhauses (1953/54), mit dem der Startschuss für einen wieder neu beginnenden Kurbetrieb gegeben werden konnte.

 

Freudenstadts Wiederaufbau war von dem Glück begünstigt, dass zur rechten Zeit die richtigen Männer vor Ort waren, die es mit ihrer Beharrlichkeit verstanden der Stadtmitte ihr heutiges Aussehen zu verleihen. Hervorheben muss man dabei vor allem Bürgermeister Hermann Saam (1910 - 2005), Bürgermeister in Freudenstadt von 1948 - 1955 (linkes Bild), und den Stadtbaumeister Ludwig Schweizer (1910 - 1989) (rechtes Bild) und ihre Mitarbeiter. Zurecht wird an sie auf der Gedenksäule erinnert.


Die Wiederaufbau-Gedenksäule mit VenusVenus_oben

Die Venus-Skulptur wurde vom Volksmund "Hypothekenvenus" genannt -  in Anspielung auf die enorme Schuldenlast, die die Freudenstädter für den Wiederaufbau auf sich genommen hatten. Sie wurde von David Fahrner (1885 - 1965), einem Freudenstädter Künstler und Bildhauer geschaffen.

 

Üblicherweise und ursprünglich  gilt die Venus als universelles Symbol für Weiblichkeit. Sie ist die Göttin der Liebe und verkörpert Schönheit, Fruchtbarkeit und Anziehungskraft. Als römische Göttin ist sie oft mit einem Handspiegel versehen. Nach der Mythologie entspricht sie der griechischen Aphrodite und wird oft nackt dargestellt.

 

Die Freudenstädter Venus aber gilt als Symbolfigur zwischen Vergangenheit, die man gerne hinter sich lassen möchte (rechter Arm und Hand "schieben" diese nach hinten  - oder wehren sie ab) und dem Blick in eine ferne Zukunft, die man nur erahnen kann (linker Arm und Hand). Unklar dabei ist, ob die linke Hand die Augen beschattet oder die Zukunft herbeiwinken möchte.

 

Indem Hände und Kopfhaare mit ähnlicher Struktur fast auf einer Linie liegen, wird der Figur ein dynamischer Schwung vermittelt. Auch die Drehung in der Hüfte (in realen Leben so kaum nachvollziehbar - es lohnt sich ein Selbstversuch) trägt dazu bei.

 

Von Fahrner findet man viele Plastiken und Kleinskulpturen im Museum im Stadthaus. Der Barbenbrunnen am unteren Marktplatz (7), einige Rehfiguren aus Bronze im Kurhaus und im Kurpark, Barbenbrunnen
der fröhliche Musikus im Garten des Landratsamts, das Bronzerelief am Stadthaus – sie alle stammen aus der Hand von David Fahrner. Er wurde 1957 auch Gründungsmitglied der Freudenstädter Künstlergemeinschaft „Das Quadrat“.
Nach Abschluss seines Studiums arbeitete Fahrner zunächst kurzzeitig als Metallplastiker im oberbayerischen Carl Poellath Münz- und Prägewerk in Schrobenhausen, kehrte 1924 jedoch nach Freudenstadt als freier Künstler zurück.

 

Dort lebte und arbeitete er bis an sein Lebensende. In den dreißiger Jahren war er auch für die Württembergische Metallwarenfabrik in Geislingen an der Steige tätig.

 

Fahrner verhielt sich gegenüber dem NS-Staat eher leise und angepasst. Er profitierte zwar ökonomisch von seiner guten Stellung im NS-Kunstbetrieb, dennoch war sein Wirkungsfeld begrenzt, wenn nicht gar bescheiden.

Spätestens ab 1943 wurde Fahrner vom Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda als unabkömmlich eingestuft und war damit davor geschützt, zum Kriegsdienst eingezogen zu werden. Die Unabkömmlichstellung wurde im Oktober 1944 im Rahmen der Totalen-Kriegseinsatz-Aktion wieder aufgehoben. (6) Kriegerdenkmal

 Wahrscheinlich war er aber nicht mehr im Einsatz

 

Fahrner war von 1938 bis 1944 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung (8) mit 20 Werken, darunter sieben Plaketten, vertreten.

Sammlung

Eine kleine Bildersuche bei GOOGLE (linkes Bild) offenbart seine Vorliebe für Skulpturen. Am intensivsten hat er sich mit der Darstellung des nackten weiblichen Körpers beschäftigt. Damit traf er ganz offensichtlich den künstlerischen Zeitgeschmack der Nazi-Zeit.

 

Alle Figuren haben eine heroische oder/und pathetische Ausstrahlung, wie auch das rechts abgebildete Kriegerdenkmal in Worms-Neuhausen, das in Geislingen a.d. Steige gegossen wurde und als Mahnmal am 2. Oktober 1937, dem 90. Geburtstag Hindenburgs, eingeweiht wurde.

 

Auch die Neptunfigur auf dem Marktbrunnen in Tübingen (10) wurde von Fahrner rekonstruiert.  Das Metall wurde aus französischen Waffen eingeschmolzen und die Plastik in der WMF gegossen. Siehe dazu auch den Beitrag zum Neptunbrunnen in Freudenstadt.

 

Man hätte sich als Symbolfigur für den Wiederaufbau auch eine Darstellung eines "Arbeiters" oder einer "Trümmerfrau", den wahren Helden vor Ort, vorstellen können. - Für die, die "geschuftet" haben, blieb leider nur noch die Erinnerungstafel. Gleichzeitig werden dort auch noch die Opfer des Feuersturms erwähnt.

 

 

Wahrscheinlich war man bei Planung des Denkmals froh, einen "anerkannten Freudenstädter" Künstler vor Ort zu haben und akzeptierte dankbar dessen Vorstellungen von einem Erinnerungs- und Mahndenkmal für Opfer und Wiederaufbau. - Die "Venus" von David Fahrner entsprach durchaus dem Zeitgeist von 1954 !

 

Nach David Fahrner wurde auch die denkmalgeschützte Turn- und Sporthalle (David-Fahrner-Halle), Holzhalle aus dem Jahr 1870 in der Landhausstraße benannt, die jetzt zu zerbröseln droht und eine umfangreiche Sanierung erfordert.

 

Da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind und Kunst immer der Interpretation bedarf:

 

Auch die Venus auf dem "sehr" hohen Mahnmalsockel als Symbolfigur für den Wiederaufbau ist ein unübersehbares, "einzigartiges" Denkmal in Freudenstadt !

Neben der Stadtkirche fällt es auch jedem vorbeifahrendem Autofahrer sofort ins Auge - auch wenn die Venus sehr weit oben thront !

 


 

Mahnmal






Quellen:

1.
Gerhard Hertel: Erlebnisse, Ansichten, Einsichten -  Aus 80 Jahren, Geiger-Verlag, Horb 2006

2.
Gerhard Widmann: David Fahrner würde 100 Jahre. In: Jahrbuch 1995/96 , Der Landkreis Freudenstadt, Hrsg: Heimat- und Museumsverein für Stadt und Kreis Freudenstadt, Geiger-Verlag, Horb

3.
Renate Karoline Adler und Maria Heidebrecht: Freudenstadt - der Wiederaufbau einer Stadt. In: Die Zeit nach dem Krieg: Städte im Wiederaufbau, Seite 83 ff. Kohlhammer, 2008
https://www.lpb-bw.de/fileadmin/publikationen/ki_publikationen/lkr_37_zeit_nach_dem_krieg_2008.pdf

4.
Planstadt Kurstadt Freudenstadt, Chronik einer Tourismusstadt, 1599-1999, Hrsg: Stadtarchiv Freudenstadt, 1999, G. Braun GmbH & Co., Karlsruhe

5.
https://de.wikipedia.org/wiki/Freudenstadt - Siehe dort: Das "Wunder" von Freudenstadt

6.
https://de.wikipedia.org/wiki/David_Fahrner

7.
Schwarzwälder-Bote 

8.
Kunstausstellung 1937 -1944:
https://www.gdk-research.de/db/apsisa.dll/ete?action=query&sstate=eJyNlN1u0zAUx5tuUre0o5s3oEwwoEiwC1Ylabu144KJbUIDtK-yu0iRm7itab6wnbV7Fh6Ep-BVeAaO81EaaRXc2f_zO-f8j-1kRUEdFREnbHyPCLtrcIF9BzNn_dePn78rtUJd5QETFnb7kbdb6ChH6qeVjNl-qW7KTDcIxlE4S0WF7cKu0okL1FV16VTXkKLXlPqaXOtoeRR4BLbrcmugkgjsxtRzQXkjlSbaGTpjQ9P1vZAFTmQLGvgNxvkdF8RrODI1rtpKqpbluo2KfpAF9pGiZfUPUOk8uJKjZWgHFQ0tc9NFyy7lAraravHUSCpuQsTQ0NzkIFakqKMlzO2UbiZtqrBsodIgYBMYHgQEQhupe52Wobe1VluWfAJaF230sT0-1N_q76iPYa5bOcvTOLTFSYgZFgGL4_8Z3Ymjj9Leh3uGlq-9pRZ7Oqpw6g9dck145IrkYHry4G8pp32XxJZBaaNV6v_VKlLbR0u2xzPi4B6ikxHxrpvtVOhsoKKTVYfzzOXWpKajqgeWaJiZ48m99Axjdi_SrNFEJYcITF2epbbuS40bwRjxnVnJTZWltp_eufRozBzHhbr3FXoM7puoyiLfGWJ_eDLrLc01tZy5pj5vbh0yW2hlwAgVZCpiA8XeQdYSHkuvM_8kX6hlZ2DZIxwKwjiqDqgLC2sc-Vy4hAHxPE88yAhMokEMvMoDKAXgUxwSboWgAVTPQxt5aEiCfxbq42iyuJAg9sinY4v4iy2nzOJOYxwNQjg5zrzFkBgRj_ianrRacH4ZBMSzPFFJiW94xORDfJ0PP0zDEypGIbVFxEjSaIGbOS7-3tYA8vA0iXKkdEG9UsvUpyDBRyxG6Mg035vHhyYOuen0zY8nn63Lmw9fzo6ty-uLk5vjr2cX55ahtQAAIv0XmhPSZ0EgZEZN-QNEUI0k&desc=Fahrner&refine=Suchen

9.
Künstlergemeinschaft "Das Quadrat"
https://hmv-fds.de/kunst-in-freudenstadt-nach-dem-zweiten-weltkrieg-aufbruch-ausdruck-avantgarde/

10.
Neptunbrunnen in Tübingen
https://www.tuepedia.de/wiki/Neptunbrunnen


Bilder:

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Letzte Änderung: 15.04.2026

 


 

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