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Der allgegenwärtige Christophorus
Die Anbetung einer "Fiktion" - ein moderner Götzendienst ? |
Außerdem wird er auch noch als
Schutzpatron gegen
Unwetter, Seuchen, Epilepsie, Feuer- und Wassergefahren, körperliche Leiden und gegen einen unerwarteten
Tod angerufen.
Die Bedeutung des Namens
Der Ursprung des Namens liegt im Altgriechischen:
Geht man allein von der Wortschöpfung aus, könnte man
auch übersetzen: "Der Christus in sich trägt". So
stellt der Name für sich allein genommen ein Art "Glaubensbekenntnis" dar - im
Sinne von "er trägt die Lehre des Christus in sich" - und als bekennender Christ wird einer später zum
Märtyrer.
Somit
könnte man jeden sich bekennenden Urchristen als einen "Christophorus"
bezeichnen.
Christophorus als
Träger des "Christkindes" taucht erst ab dem siebten Jahrhundert in der westlichen
Legende auf.
Diese Inschrift hat
"Mit Gott ward der Grundstein des
Martyrion des hI. Christophorus gelegt in der dritten Indiktion (gemeint ist ein zeitlicher Zyklus)
im Monat Mai unter dem Konsulat des erlauchten Protogenes und Asturius unter
dem Kaiser Theodosius und Bischof Eulalius von Chalzedon. Es ward aber erbaut
vom ehrwürdigen Kammerer Euphemidus, und es fand die Einweihung statt bei
Ablauf des fünften Indiktion im Monat September, am 22., unter dem Konsulat des
erlauchten Sporacius und Herculanus."


... hatte Christophorus auf wunderbare Weise die Taufe empfangen und zog nun lehrend und predigend durch die Lande. Er kam zu einem König nach Lykien, wo er die Sprache nicht verstand und verwirrt darniederlag, als man ihn im Gebet fand. Durch dieses Gebet wurde ihm das Verständnis dieser Sprache erschlossen und er konnte nun auf dem Richtplatz den dort Gemarterten Worte der Stärkung zusprechen. Ein Richter schlug ihn, Christophorus steckte seinen eisernen Stab in den Boden, der grünte und blühte, dieses Wunder bekehrte 8000 Menschen.
Der die Christen
verfolgende König ließ Christophorus einkerkern und schickte zwei Dirnen zu
ihm, Micäa (Callinica, Niceta) und Aquilina, die ihn abspenstig machen sollten.
Aber sie wurden von Christophorus bekehrt, deshalb vom König grausamen Martern
unterworfen und enthauptet. Dann schickte der Herrscher 200 Kriegsknechte aus,
um den Riesen zu greifen; sie vermochten es nicht, denn er erhielt
übermenschliche Kraft aus dem Gebet. Weitere 200 Soldaten wurden ausgeschickt,
aber sie bekehrten sich und wurden enthauptet. 400 Bogenschützen sollten ihn
nun erschießen, die Pfeile blieben aber in der Luft stehen, und als der König
dies für Zauberei hielt, traf ihn ein Pfeil und machte ihn blind. Christophorus
sagte zu ihm: Morgen bin ich tot, dann nimm von meinem Blut, mische es mit
Erde, lege es auf dein Auge, und du wirst geheilt. Christophorus wurde dann
enthauptet, der König tat nach seinen Worten, wurde sehend und bekehrt. Mühsam
schleppten die Kriegsknechte den Leichnam des hundsköpfigen Riesen zum Stadttor
hinaus.
Diese Erzählung wird als eine Ableitung aus den gnostischen Bartholomäusbeschreibungen des 4./5. Jahrhunderts angesehen (5 , 9)
Diese stammen aus Ägypten und wurden - wie manche Forscher glauben (A3:) - auf einen "realen Soldaten" übertragen.
"Christophorus" war aber ursprünglich ein Ehrentitel für alle Märtyrer und hat sich erst später als Eigenname verselbständigt.
In der Syrisch-Orthodoxen Kirche wird Christophorus deshalb zusammen mit 700 Gefährten verehrt, die als Märtyrer starben. (4 , 5)
Machen wir uns die Ausgangslage für die Entstehung der westlichen Legende noch einmal mit folgenden Überlegungen bewusst:
Die griechische Inschrift benennt keine konkrete Person sondern den Bau einer Kirche für einen schon bestehenden Kult.
Eine historisch belegbare Person hätte einen Namen aus dem örtlichen Sprachbereich getragen, der dann zum "Christophorus" umgewandelt worden wäre. Diesen Vorgang hätte man vermutlich in einem "Taufakt" festgehalten.
Der Name aus der Legende -"Reprobus"- ist wie der Name -"Christophorus"- eine Beschreibung einer "inneren menschlichen Haltung": Aus dem "Verwerflichen - Schlechten", aus dem menschenfressende Ungeheuer, dargestellt durch den monströsen Hundekopf, wird durch Taufe einer, "der sich zu Christus bekennt", aus dem "Sprachlosen" wird der "Missionar", der plötzlich die fremde Sprache versteht und spricht. - Das Motiv "Reden mit vielen Zungen" ist der Bibel entnommen.
Wenn wir unseren "Unbekannten" für einen Soldaten halten wie der Altertumsforscher D. Woods vermutet, dann wäre sein Schicksal nur eines von Tausenden gewesen. Von den anderen abgehoben hätte es sich nur durch evtl., besondere persönliche Merkmale.
Der "Soldat" könnte besonders "stark - groß - vielleicht sogar am Kopf missgestaltet" gewesen sein. Sollte es sich tatsächlich um einen Soldaten (evtl. Legionär) gehandelt haben, dann wäre die Kirche erst 150 bis 200 Jahre nach dessen Tod zu dessen Gedenken gebaut worden. - 200 Jahre, wenn man von Kaiser Decius ausgeht, 150 Jahre, wenn man D. Woods folgt.
Spricht nicht vieles dafür, dass die Christophorus-Kirche von 452 stellvertretend für alle Märtyrer jener Zeit gebaut wurde, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben? Da heute nichts mehr von ihr übrig geblieben ist, kann diesem Ansatz leider nicht mehr nachgegangen werden.
Die Legendenbildung um den Namen Christophorus wäre dann notwendig gewesen, um aus den "Vielen" nun "eine Person" zu schaffen, die man als "Schutzpatron", als Mittler zwischen Gläubigen und Gott anrufen kann.
"Du sollst wissen, dass Christoph nicht eine Person ist, sondern ist ein Ebenbild aller Christen. Die Geschichte will nicht eine Historie sein, sondern will das christliche Leben vor Augen malen."(6)
In
Die Verbreitung der Verehrung des Christophorus führte vom Orient entlang der byzantinischen Pilgerstraßen nach Ravenna, Süditalien, Sizilien, dann über Frankreich und Spanien - dort im 7. Jahrhundert nachgewiesen -, schließlich auch nach Norden und Osten.
Bemerkungen zu der antike Vorstellung: Die Kynokephalen („Hundsköpfige“ - siehe Bild links):
Schon Autoren wie Plutarch, Herodot und Plinius der Ältere berichteten von fernen hundsköpfigen Völkern. Seit der Antike tauchen sie in Literatur und Kunst als "Fabelvölker" vom Rand der damals zivilisierten Welt (Indien und/oder Afrika) auf. Diese Vorstellung war weit verbreitet und fand Eingang in südosteuropäischen Volkssagen. Im Mittelalter wurden sie zu dämonischen Höllenwesen und zu Heerscharen des Antichristen. Deshalb kann keine größere Macht illustriert werden als die (göttliche) Wandlung von einem "hundsköpfigen Reprobus" zu einem "Christophorus". Die Christophoruslegende ist deshalb keine "Geschichte einer Person" sondern eine "Botschaft, was Glaube und Taufe vermag" und dies gilt auch für die westliche Legende.
Als literarische Grundlage der
Christusträgerlegende gilt - nach einigen Variationen der östlichen Legende und
inhaltliche Vorstufen - die „Legenda aurea“ des Dominikaners und späteren Bischofs von Genua, Jacobus de Voragine
(1229-1298). Wir machen also einen Zeitsprung von ca. 800
Jahren!
Bis zum Erscheinungsjahr (nach 1273) der Legenda
Aurea gab es über die Christophorusfigur eine Fülle unterschiedlicher
Überlieferungen, die sich teilweise widersprachen oder noch gar nicht richtig
ausformuliert waren. Die verschiedenen Versionen wurden von Jacobus de Voragine
zusammengetragen, gekürzt und kombiniert. Diese Legendensammlungen, mit volkstümlichen
Elementen versehen, dienten als christliche Wegweiser für den Alltag. Die Legenden, die im 13. Jh.
miteinander verschmolzen wurden, versuchen die Forscher des 20. Jhs. wieder
auseinander zu dividieren.
Gleich nach ihrem Erscheinen trat die
Legendensammlung Legenda Aurea
(Bild rechts)
einen einzigartigen Siegeszug durch
das ganze Abendland an. Schon 1282 ist eine Handschrift in Deutschland
nachweisbar. Jacobus' Sammlung wurde in vielen Ländern übersetzt und oft durch
lokale Legenden erweitert, womit sie fast auf das Doppelte ihres ursprünglichen
Umfangs anwuchs. Eine französische Übersetzung entstand ums Jahr 1335
und fügte 43 neue Legenden hinzu. Die berühmteste englische Übersetzung
erschien erstmals 1483 im Druck. Die erste deutsche Übersetzung stammte
aus dem Elsass und entstand 1362. Insgesamt erlebte die Legenda Aurea bis zum
Jahr 1500 etwa 80 Druckauflagen. In Köln entstand eine umfassende Sammlung der
zugefügten Heiligengeschichten, die neben den 177 Kapiteln des Originals
weitere 197 Kapitel umfasste.
Außer einer Art Laienbrevier bildete
die Legenda Aurea auch eine eifrig benutzte Quelle für die Prediger des
Mittelalters und eine Fundgrube für Motive in der kirchlichen Kunst,
die damit eine Vorlage zur Gestaltung lebendiger Darstellungen bekam.
Die Legenda aurea erzählt im ersten Teil der Lebensbeschreibung, wie sich die Wandlung eines Riesen namens Reprobus zum Christophorus vollzogen hat wie folgt:
Dieser 12 Ellen große Riesen mit furchtbarem Anblick (!) war Soldat bei einigen weltlichen Herrschern. Als er so einst vor seinem König, dem König der Chananaeer stand, kam ihm in den Sinn, den größten Herrscher in dieser Welt zu suchen und bei diesem zu bleiben, nur diesem wollte er dienen ( - ein aus der höfischen Tradition (Parzival) bekanntes Motiv.)
Als ein König, den er für den mächtigsten gehalten hatte, bei einem Spielmannslied sich jedes Mal bei der Nennung des Teufels bekreuzigte, musste dieser zugeben, dass er sich vor dem Teufel fürchtete. Da verließ Christophorus ihn, um diesen noch mächtigeren Herrn zu suchen.
In der Einöde fand er ihn als schwarzen Ritter mit einer schrecklichen Begleiterschar und stellte sich in seinen Dienst.
Auf ihrem Weg wurde
ein Kreuz sichtbar dem der Teufel auswich und deshalb einen großen Umweg
einschlug. Er musste vor Christophorus zugeben, dass er das Bild des gekreuzigten Christus noch mehr als
alles in der Welt zu fürchten hätte.
Christophorus verließ nun auch den Teufel, nur dem noch mächtigeren Christus wollte er fortan dienen. Lange suchte er, bis er endlich einen Einsiedler fand, der später Cucuphas (ebenfalls ein heiliger Märtyrer aus dem 4. Jahrhundert, der aus Nordafrika stammte) genannt wurde. Dieser bestätigte ihm, dass Christus der mächtigste Herrscher sei. Wolle man ihm dienen, so müsse man fasten können. Christophorus entgegnete, dass er das nicht könne. Auch die nächste Forderung, viel zu beten, konnte Christophorus nicht befolgen.
Er übernahm dann aber die Aufgabe, Menschen auf dem Rücken über einen gefährlichen Fluss zu tragen, denn er war ja groß und stark. Statt eines Stabes nahm er eine große Stange und trug unermüdlich Menschen herüber und hinüber.
Diese Aufgabe ist eine Entlehnung aus der Legende von "Julianus Hospitator", einem weiteren Heiligen, der dort als Fährmann diente.
In dessen Lebensbeschreibung sind Elemente der
Ödipussage
Eines Nachts hörte Christophorus eine Kinderstimme rufen, konnte aber in der Dunkelheit nichts erblicken. Nach dem dritten Ruf erkannte er ein Kind, das hinübergetragen werden wollte.
Als er aber mit diesem Kind auf der Schulter ins Wasser stieg, wurde die Last immer schwerer, das Wasser schwoll an, er fürchtete zu ertrinken und glaubte, die ganze Welt läge auf seinen Schultern. Mehr als die Welt hast du getragen, sagte das Kind zu ihm, der Herr, der die Welt erschaffen hat, war deine Bürde.
Das Kind drückte ihn unter das Wasser und taufte ihn so. Am Ufer erkannte Christophorus Christus als seinen Herrn, der ihm auftrug, ans andere Ufer zurückzukehren und seinen Stab in den Boden zu stecken: er werde als Bekräftigung seiner Taufe finden, dass der Stab grüne und blühe. Als Christophorus am Morgen erwachte, sah er, dass aus seinem Stab tatsächlich ein Palmbaum mit Früchten aufgewachsen war.
Im Vergleich zur älteren, östlichen Legende wird in der uns bekannteren, westlichen Fassung nichts von einem Märtyrertod berichtete. Auch die Missionarstätigkeit wird nicht mehr erwähnt. Trotzdem gilt Christophorus in der kirchlichen Tradition weiterhin als "Märtyrer". Somit beruft sich die kath. Kirche mit "Christophorus als Märtyrer" auf die östliche Urfassung der Legende.
In vielen Darstellungen werden aber beide Legenden vermischt oder am Schluss der westlichen Legende die östliche, frühere einfach hinzugefügt. Dafür hier ein Beispiel (A4:).
Die westliche(n)
Legende(n) mildern das "menschenfressende Ungeheuer" ab und machen es zum
"Riesen"; die Benennung "canineo"
= "hundsartig" wird umgedeutet zu "canaaneo" =
"aus Kanaan" (stammend).
Die Hauptaussage bleibt: Wer sich in den Dienst Christi stellt, ihn als seinen Herrn anerkennt, darf an dessen "Wunder" teilhaben (Grünender Stab).
Dieses Bild hat sich dann aber gewandelt und zur (westlichen) Legende und zum "sichtbaren Christustragen" geführt. Die westliche Legende strebte an, das alte Bild zu erklären und hat ihrerseits das neue Bild des Heiligen in zahlreichen - nicht immer glücklichen - Illustrationen hervorgebracht.(7)

Erasmus von Rotterdam (1469 - 1536 - Bild links) tadelte sie scharf als abergläubische "Götzenanbetung". Er bemängelte, dass Christen den lebendigen Christus vernachlässigen und stattdessen mechanisch auf Heiligenbilder vertrauen. Er sah darin eine Verdrehung des wahren Glaubens, weil die Menschen nur irdischen Schutz statt innerer Tugend suchten.
Zwei seiner Hauptschriften beinhalten diese Kritik: (Siehe Wikipedia)
Enchiridion militis christiani (Handbüchlein des christlichen Streiters, 1503)
In diesem Werk attackiert Erasmus die oberflächliche Volksfrömmigkeit. Er kritisiert namentlich Menschen, die glauben, dass das bloße Betrachten eines Christophorus-Bildes sie an diesem Tag vor einem jähen (unvorbereiteten) Tod bewahren werde. Erasmus fordert stattdessen eine verinnerlichte Frömmigkeit, die sich an der philosophia Christi (der Lehre Christi) orientiert.
Das Lob der Torheit (Moriae encomium, 1509)
In dieser beißenden Satire lässt Erasmus die
"Torheit" selbst sprechen. Sie verspottet die abergläubischen Vorstellungen der
Gläubigen. Wer das Christophorus-Bildnis betrachtet, meint unverwundbar zu
sein. Er verlangt vom Bild dieselbe Kraft wie von der Legende des Heiligen.
Für Erasmus war die Heiligenverehrung ein Symptom dafür, dass die eigentliche Botschaft der Bibel durch weltlichen Aberglauben verdrängt wurde.
Vertiefende geschichtliche Hintergründe zur Theologie des Erasmus bietet das Wikipedia-Portal zu Enchiridion militis Christiani.
Alle Bilder und
steinerne Figuren des "Hl. Christophorus" haben nichts mit einer realen Person zu tun. Sie spiegeln aber
"Glaube", "Vorstellung" und "Zeitgeist" des jeweiligen Künstlers wider. Manchmal
beinhalten die Darstellungen auch offene oder versteckte "Botschaften".
Ein fragwürdiges Beispiel dazu ist die
Symbol-Figur am Eingang der Christophorus-Schule in Freudenstadt. Man kann ja als Künstler an der Figur alle möglichen Merkmale betonen,
wenn sie etwas mit der Zuordnung zu Name und Geschichte der Person zu tun haben.
Völlig unpassend aber bleibt
die hier abgebildete Figur (Foto rechts), ein "arischer Schildträger" mit einem in NAZI-Manier erhobenem
Arm, in der Verbindung mit dem Namen "Christophorus". -
Herstellungsjahr und Künstler mag jeder selbst herausfinden.
-
Nun muss man aber zur "Ehrenrettung" der Christophorus-Schule
noch hinzufügen, dass Name und Figur nicht ursprünglich zusammen
gehörten. Im Schulgebäude war nämlich bis zum Jahr 1975 die Gewerbliche
Berufsschule untergebracht, die in diesem Jahr in den Neubau in der
Eugen-Nägele-Straße umzog.
Die Christophorus-Schule, die im Jahr 1970 ihren
Namen bekam, residierte bis 1975 mit 4 Klassen noch im Murgtäler Hof (heute:
Jugendzentrum) und mit je einer Außenklasse in Friedrichstal und in
Pfalzgrafenweiler. Erst 1975 zog sie in das neu umgestaltete Gebäude in der
Ludwig-Jahn-Straße.
Die Figur an der Außenwand war also ursprünglich als
Symbol für die Gewerbliche Berufsschule geschaffen worden!
Dass sie bis heute in irreführender Assoziation neben dem
Namen Christophorus bestehen blieb, kann nur darauf zurückgeführt werden, dass
dies sowohl der schulischen Verwaltung wie auch dem Landkreis (als Schulträger)
völlig gleichgültig war und noch immer ist.
In den über 30 Jahren, in denen
ich selbst dieser Schule angehörte (1975 - 2007), wurde dieses störende
Nebeneinander von Name und Figur zwar immer wieder intern angesprochen. Aber
offensichtlich wurde bis heute dazu kein Handlungsbedarf erkannt.
Wenn Sie mir dazu etwas mitteilen wollen, klicken Sie bitte
hier:
https://krafftinfds.com/Gaestebuch/gaestebuch.php#Meinung
Anmerkungen:
***
Dieser König "
A1:
So auch im Lexikon der Christlichen Ikonographie, Ikonographie der Heiligen,
Bd.5, Herder Verlag 1973, Seite 495 ff, dort heißt es:
"Christophorus ist seit
frühchristl. Zeit Bezeichnung des wahren Christen, der Christus in sich
trägt... insbes. als Wesensbezeichnung des christlichen Martyrers u.
Bekenners..."
Kynokephale:
Zusammengesetzt aus - altgriechisch κύων kýon,
deutsch ‚Hund‘ und κεφαλή kephalḗ, deutsch ‚Kopf‘, bezeichnet hundsköpfige Fabelwesen, die seit der Antike in Literatur und Kunst
vorkommen und im Mittelalter auf großes Interesse stießen.
D. Woods begründet auch seine Vermutung, dass die älteste Fassung der Christophorus-Legende als "Vorlage" für die danach enstandene Legende des heiligen Georg (mit dem Drachen) gedient haben könnte.
Hier der Text für den Download:
https://www.academia.edu/8881942/The_Origin_of_the_Cult_of_St_Georg
Siehe :
Kapuziner - Exerzition mit P. Pius
https://www.pius-kirchgessner.de/08_Impulse/F_Geschichten/Christophorus.htm
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vierzehn_Nothelfer
https://www.heiligenlexikon.de/Glossar/Martyrologium_Romanum.html
https://www.persee.fr/doc/bch_0007-4217_1878_num_2_1_4459
https://archive.org/details/HandbuchaltchristlichenEpigraphik/page/n203/mode/2up
https://www.christustraeger-bruderschaft.org/christustraeger/bruderschaft/christophorus/
7. Yvonne Bittmann-Steyn:
Diese lesenswerte Magisterarbeit zeigt anhand von Standorten der Christophorusfiguren im Mittelalter deren funktionale Absichten auf .
Online: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/4350/1/Bittmann.pdf
https://www.heiligenlexikon.de/Legenda_Aurea/Legenda_Aurea.htm
Bilder:
1.
Friedrich I. Taler 1607, geprägt aus dem Silber der Grube Christophstal.
https://neu.muenzenwoche.de/muenzen-medaillen-mehr/silber-fuer-wuerttemberg/
2.
Autoplakette.: Verkaufsangebot des chinesischen Händlers TEMU
3.
Otto Dix: St. Christopher IV, Nachdruck - Verkaufsangebot bei AMAZON - Original in der Kunstsamlung in Gera
4.
5.
Saint christopher cynocephalus
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Saint_christopher_cynocephalus.gif
6.
Wikimedia Commons: Marco_Polo,_Livre_des_merveilles,_Fr._2810,_Tav._76
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/07/Marco_Polo%2
C_Livre_des_merveilles%2C_Fr._2810%2C_Tav._76v_%28Dettaglio_Detail%29.PNG
7.
Erasmus von Rotterdam
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Desidrius_Erasmus_by_Hans_Holbein.jpg