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Freudenstadt um 1898 |
FÜHRER durch den Schwarzwald und die angrenzenden Gebiete . 1898 - Herausgegeben von LEO WOERL.

Seite 212:
"Die Gebäude am Marktplatz haben in den unteren Stockwerken auf Rundbögen ruhende Arkaden, welche lebhaft an Salzburg und Bologna erinnern und die Annehmlichkeit bieten, dass man jederzeit trockenen Fusses und im Schatten auf den breiten, stattlichen Trottoirs um den ganzen Marktplatz herumgehen kann. In den vier Winkeln : Rathaus , Stadtkirche , Realschule und Gasthaus zur Rose . Das Rathaus wurde im Jahre 1670 gebaut und enthält im Erdgeschoss die Fruchtschranne. Die in der südwestlichen Ecke des Marktplatzes stehende evangelische Stadtkirche ist eine architektonische Merkwürdigkeit und bietet durch ihre reiche innere Ausstattung ein hervorragendes künstlerisches Interesse"...
"In wenigen Minuten ist man ausserhalb der Stadt. Der Schwarzwald erschliesst sich hier in seiner ganzen Eigenart dem Auge. Jenseits des Thales erblickt man den „Hof " oder das „ Bärenschloss", ein altertümliches Gebäude mit Staffelgiebeln, das vor Zeiten Verbrechern als Asyl diente, die hier 48 Stunden lang Sicherheit fanden. Herzog Christoph (1550-1568) liess es angeblich als Jagdschloss erbauen. Links der Kniebisstrasse (s.u.) liegt der kolossale städtische Steinbruch (Bunt- und Kieselsandstein mit Schwerspatgängen). In der Nähe des Hochreservoirs der städtischen Wasserleitung ist ein Pavillon, woselbst sich eine weit ausgedehnte Aussicht darbietet. Nördl . der Hirschkopf (814 m), westl. der Kniebis mit dem Finkenberg (880m), südl. der Palmenwald (823 m) mit dem Kienberg. Vom Pavillon führt ein Weg herab auf die Lossburger Staatsstrasse, am neuen Friedhof mit der vom verstorbenen Fabrikanten W. F. Münster 1869 gestifteten Kapelle vorbei."
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aa auf der Karte entspricht x, dem Bez.-Krankenhaus in D3
Hier standen einst die vier Stadttore.
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