Die Englandreise 1592 von Graf Friedrich I
Von Mömpelgard nach London und zurück
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Die "Englische Raiß" wird von ihm „Badenfahrt"(1) genannt,
weil der Fürst eine Nacht lang „baden gegangen“ ist. Das soll verdeutlichen,
dass der Herzog auf der Heimreise bei der Überquerung des Ärmelkanals bis zum
Gürtel im Wasser stand und die Besatzung schon an ihr Ende glaubte.
Bei diesem Aufenthalt hatte er das Jawort von
Prinzessin Sabine, Tochter des Herzogs Christoph und der Anna Maria von
Brandenburg-Ansbach erhalten, war also nun ein "angeheirateter Verwandter" von
Friedrich und ein wichtiger Ratgeber im Bunde der lutherischen Fürsten geworden.
Auch er betrieb die Annäherung der deutschen Fürsten
an Frankreich und strebte ein Bündnis mit Heinrich von Navarra und Elisabeth von
England an. Zu einer Zeit, da ganz Deutschland unter dem Übel der
Münzverfälschung (Kipper- und Wipperzeit) litt, trug Wilhelm auf dem Reichstag
zu Worms (1582) zur Verbesserung des Münzwesens bei und sorgte für Ausprägung
und Umlauf "vollwichtigen" Geldes in seinem Lande.(2)Friedrich brauchte von ihm die "Eintrittskarte" für
den Hof von Elisabeth, wie hätte er sich ihr sonst nähern können?
Bild: Emden um 1575 - Wiki Commons
18. 08. Endlich bekommt Friedrich seine "persönliche"
Audienz. Das Gespräch wird auf Französisch geführt, der franz. Botschafter ist
dabei. Nach längerem Gespräch folgt ein Bankett beim Botschafter.
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Letzte Änderung: 14.06.2026
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